Vom Hamsterrad, zum Hamsterkauf, zum Supergau? Pandemie Betrachtungen 1

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Geht es jetzt nur noch bergab? Die Krise erinnert mich an einen Schnellzugs, der durch eine Notbremse gestoppt wird. Es erinnert mich an meine Zeit, als ich den Unfall hatte, mit dem Unterschied, dass ich das Gefühl habe, nun hat die ganze Welt einen Unfall und liegt im Krankenbett.

Ich frage mich, was passiert nach diesem Kollareralschaden der Menschheit? Ich fühle eine große Ohnmacht und Hilflosigkeit, ein eigenartiges Gefühl der Anspannung und Unwirklichkeit. Noch vor drei Monaten waren wir in Österreich, es war alles idyllisch, normal und nun habe ich Furcht um meine Liebsten. 

In der Bewältigung frage ich mich, heiligt der Zweck die Mittel? Ja, ich meine schon, jedoch was ist wenn wir zwar den Virus loswerden, aber der Kollareralschaden so groß wird, daß der Patient aus anderen Gründen nicht mehr lebt, weil z. B. alles andere beim Heilungsvorgang kaputt geht? 
Ein interessanter Gedankengang ist, klar kann man man den Virus nicht beeinflussen, aber unsere Einstellung dazu und den Umgang damit!
Viele Mitmenschen müssen sich erstmals nach dem Vollstopp des Hamsterrad es, erstmals wieder mit sich selbst beschäftigen. Ich bin nicht sicher ob das für Menschen, die das noch nie gemacht haben und die nur noch nach der Maxime: „schneller, höher, weiter“ , lebten, zum Wahnsinn führt. Für Einige wird der Blick nach Innen unbequem werden, er kann aber auch eine Chance werden. Immerhin kann man sagen, etwas Gutes hat es. Jeder wird sich wieder seiner Sterblichkeit bewusst! 

Was denke ich auch viele jetzt lernen müssen oder woran viele bitterlich erinnert werden ist, das Alle in dieser Krise Verantwortung übernehmen müssen. Jeder hat eine Art Sehnsucht, das eine zentral gesteuerte Instanz uns die Verantwortung abnimmt. Jeder muss auch als Einzelner etwas tun. 
Abschließend möchte ich zitieren, was mein Papa immer wieder sagt:  „Es geht immer wieder irgendwie weiter“.