Resumee: Ein halbes Jahr mit Prothese

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Vor einem vor einem halben Jahr bekam ich die sogenannte Interimsprothese, was mich dazu veranlasst wieder ein Resümee zu ziehen. Vieles hat sich verbessert, einiges bereitet mir weiter sorgen. Vor einem Jahr zogen wir in unser Haus ein. Durch die Bauphase quälte ich mich mit meinem bereits  total kaputtem Bein. Im Nachhinein weiss ich nicht, wie ich es geschafft habe, trotzdem zu arbeiten und alles zu managen. Ohne Aura wäre das alles nicht gegangen. Ich quälte mich. Im Mai 2013 hatte ich einen Termin bei einem Wiener Unfallchirurg, dieser sagte mir, das in seiner Abteilung amputiert werden würde. Dieses Treffen brachte den Stein ins rollen und im August 2013 ließ ich den Unterschenkel amputieren. Im ersten halben Jahr mit Prothese machte ich grosse Fortschritte. Ich bin heute voll Mobil und bewege mich wie ich will. Gerade trete ich etwas auf der Stelle, der alte Schaft passt nicht mehr richtig, ein probeweise angepasster Testschafft passte auch nicht. Der Liner war zu weit, hier haben wir mit einem tollen neuen Liner Abhilfe geschaffen. Alles ist in den Griff zu kriegen, ich bin stundenlang unterwegs, kann mit Aura und den Kindern etwas unternehmen und die Krücken sind seit langem Vergangenheit. Jetzt heisst es mental zu arbeiten, ich bin in den Jahren nach dem Trauma sensibel geworden. 
Nach oben habe ich viel Luft, die ein oder andere Stelle drückt mal. Mal mal weniger, aber ich meistere meinen Alltag und strebe höhere Ziele an – den ich weiss jetzt es geht viel.