Gartenfest II

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  • Blende: ƒ/2.8
  • Kamera: DSC-RX100M3
  • Aufgenommen: 12 Juli, 2015
  • Blitz: Nein
  • Brennweite: 8.8mm
  • ISO: 200
  • Verschlusszeit: 1/200s

Gartenparty

Mit netten Freunden feierten wir gestern ein tolles Fest im Garten.  Hier ein ein paar Impressionen.

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  • Blende: ƒ/2.4
  • Kamera: C6603
  • Blitz: Nein
  • Brennweite: 4.1mm
  • ISO: 8000
  • Verschlusszeit: 1/500s

Lied vom feinen Mädchen

Lied vom feinen Mädchen
Gedicht von Friedrich Wilhelm Güll

Ich bin ein fein’s Mädchen,
Kann drehen das Rädchen,
Kann stricken
Die Maschen,
Und flicken
Die Taschen.
Kann nädeln
Und putzen,
Und fädeln
Und stutzen,
Kann singen
Und springen,
Und braten und kochen
Das Fleisch und die Knochen.

Friedrich Wilhelm Güll

Beelitz Heilstätten – Morbider Charme und Fototourismus

Eine Spazierfahrt führte mich zu den Ruinen der Beelitzer Heilstätten. 60 Gebäude einer ehemaligen Lungenheilanstalt (http://de.wikipedia.org/wiki/Beelitz-Heilst%C3%A4tten) finden sich auf einer insgesamt 200 Hektar Fläche. Leider hatte ich nur kurz Zeit den morbiden Charme längst vergangener Tage optisch festzuhalten. Seit 1994 sind die Gebäude dem Verfall preisgegeben. Einige Gebäude wurden mittlerweile saniert und zahleiche Fototouristen tummeln sich auf dem Ruinengelände. Diese sind meist in Scharen unterwegs, fast ausschliesslich Amis mit je einem Deutschen Guide und anstatt andächtig zu verweilen und langsam zu knipsen, fröhnen dieser der Schrottschussmethode und ballern 1000 Schuss pro Minute aus ihren optischen Rohren. Ich plane an einem ruhigeren Tag für weitere Aufnahmen zurückzukommen.

 

Beelitz5. Beelitz4. Beelitz3. Beelitz2. Beelitz1.

 

  • Blende: ƒ/5.6
  • Kamera: NIKON D5000
  • Aufgenommen: 13 Juni, 2015
  • Blitz: Nein
  • Brennweite: 18mm
  • ISO: 200
  • Verschlusszeit: 1/160s

Mohnblumen

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  • Blende: ƒ/2.4
  • Kamera: C6603
  • Blitz: Nein
  • Brennweite: 4.1mm
  • ISO: 8000
  • Verschlusszeit: 1/1667s

Wow Fisch

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  • Blende: ƒ/2.4
  • Kamera: C6603
  • Blitz: Nein
  • Brennweite: 4.1mm
  • ISO: 250
  • Verschlusszeit: 1/50s

Arbeitswelt, verrückte Welt: Ein Gedicht

Vor ca. 10 Jahren schrieb ich folgendes Gedicht, über das ich gestern zufällig stolperte:

Druck Druck, dack dack macht der Laserdrucker und ich ergötze mich am angenehmen mediativen Geräusch der arbeitenden Maschine – ach wie schön ist dieser sonore Klang:

DRUCK DRUCK – DACK DACK

Ring, Ring – das Telefon unterbricht meine Gedankengänge und entreißt mich aus meiner Traumwelt, eine aggressiv gestresst wirkende Stimme schreit mir Ihren nicht zu entziffernden Nachnamen mit dem Namen einer eigenartig klingenden Firma entgegen. Artig nehme ich den Namen entgegen und ergötze mich wieder am Geräusch des Druckers.

Draußen vor dem Fenster hämmert ein Schlagbohrer und entreißt ihm dem Asphalt – ob wohl mein Bruder am Schlagbohrer auch nicht weiß wofür er arbeitet?

– oder wurde er schon zu einer Maschine wie der vor sich hindackende Laserdrucker.

Maias Geburtstagsfeier

Gestern feierten wir Maias Geburtstag. Trotz angesagtem wechselhaften Wetter hatten wir Glück und die Kinder verbrachten eine schöne Zeit im Garten. Zahlreiche Spiele, Seifenblasen, eine Schatzsuche und Kinderschminken (toll von der Jessis Eventagenur vorbereitet: (http://www.jessis.de/jessis/) machten den Kids sichtlich Spaß. Danke an alle Gäste für die schönen Stunden und die nette Zeit miteinander. Aura bereitete eine tolles Buffet vor und die Deko war etwas für das Auge!

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  • Blende: ƒ/5.6
  • Kamera: NIKON D5000
  • Aufgenommen: 30 Mai, 2015
  • Blitz: Ja
  • Brennweite: 85mm
  • ISO: 720
  • Verschlusszeit: 1/125s

Über das Leben im Norden Nicaraguas: La Nueva Segovia

Wir befinden uns 86 Grad West und 13 Grad Nord innerhalb der Tropen. Im Laufe des einmonatigen Aufenthalts in El Jicaro, dem Heimatdorf meiner Frau, konnte ich den Norden Nicaraguas sehr gut kennenlernen. In diesem Blogbeitrag möchte ich Euch einen Bild von La Nueva Segovia zeichnen.

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Der Norden Nicaraguas ist von montanem Savenneklima beherrscht und ist klimatisch gegenüber der pazifischen Tiefebene Nicaraguas begünstigt. Kühlere Temperaturen von um die 25 Grad sind sehr angenehm im Vergleich zur pazifischen Gluthitze Managuas.
Es ist gebirgig und der Gebirgszug der Nicaragua von Honduras trennt, erreicht eine Höhe von 2000m.

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Der rurale Norden ist das beste Nikaraguanische Kaffee- und Tabakanbaugebiet. La Nueva Segovia ist sehr rural struktriert, Tabak- und Kaffeeplantagen dominieren die Landschaft. Die Region löste Matagalpa als bestes Kaffeeanbaugebiet ab und gewinnt Jahr für Jahr internationale Preise für die weltbesten Kaffeesorten. Ausserdem kommen 3 der 10 weltbesten Zigarren aus La Nueva Segovia.
Nichtsdestotrotz leben kleinere Fincas  vom Anbau von Bohnen und Mais.
Die Menschen im Norden sind äußerst freundlich, auf der Strasse wird man mit einem netten Grüss Gott (Adios) begrüsst.
Man begegnet einer unglaublichen Bescheidenheit und Güte, gepaart mit dem Willen voranzukommen. Viele Jüngere studierten in Managua und im Ausland um danach wieder im Norden zu investieren, wovon die ganze Zone profitiert.
Im großen und ganzen geht es den Nortenos gut, Essen gibt es genug, niemand muss Hunger leiden, El Jicaro ist durchaus reich. Klar sieht man extreme Unterschiede, die viel extremer als in Mitteleuropa sind. Am Land leben viele in ärmlichen Lehmhütten mit Erdboden, in El Jicaro sieht man grosszügige Häuser mit riesigen Innenhöfen
Auf der Strasse reiten Bauern mit Maultieren und Pferden, Ochsenkarren sind nicht selten.

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Die Häuser sind überwiegend aus Adobe. Diese Lehmziegel erweisen sich im Norden Nicaraguas als kühler, lang anhaltender Baustoff, der leichter als gebrannte Tonziegel zu erneuern ist.

Leidenschaften der Jüngeren

Die Jüngeren fahren bevorzugt auf Motorcrossmaschinen durch die Gegend ohne sich an irgendwelche Verkehrsregeln zu halten. Helme hat kaum wer auf, die jüngsten Fahrer sind nicht älter als 14 Jahre. Teilweise fahren ganze Familien auf einem Motorrad.
Der Lieblingszeitvertreib der Jüngeren männlichen Nortenos ist der Fussball, nicht das Spiel an sich, sondern das Fussballschaun. Vor allem der FC Barcelona hat es den Jungen angetan. Die Spiele der Katalanen werden mit Passion verfolgt, viele Laufen mit FC Barcelona T – Shirts herum. Nur eine Leidenschaft ist grösser als die für den Fussball und zwar der Hahnenkampf. Ich lernte viele 25 Jährige bis Mitvierziger kennen, die Kampfhähne züchten um diese in archaisch anmutenden Spekateln, bei denen gewettet und gesoffen wird, gegeneinander antreten zu lassen.
Sogar ein Gesetz wurde  im Nikaraguanischen Parlament beschlossen, dass Hahnenkämpfe erlaubt. Mehr als 5 Kämpfe schafft kaum ein Hahn bevor er verblutet.

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Obwohl über die Grenze von Honduras viele Drogen geschmuggelt werden, gibt es keine organisierte Verbrecherbanden, wie die Maras in Honduras.


Küche und Leben

Der Takt des Lebens ist gegenüber Mitteleuropa sehr reduziert. Der Tag beginnt zwischen 4.00 und 6.00 Uhr Morgens und endet mit der Abendämmerung um ca. 19.00. Man sitzt bei den gemeinsamen Essen lange am Tisch und plaudert. Die Küche ist einer der Höhepunkte im Norden, die meisten der unzähligen leckeren Gerichte werden von Gallo Pinto (Reis mit roten Bohnen) begleitet.

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Am Morgen gibt es leckeres süsses Brot, das man in Kaffee eintunken kann, der selbst geröstet von der eigenen Plantage kommt.
Man isst Tamales und Nakatamales, Maisteig mit gewürztem Fleisch gefüllt. Die Tortillas sind grösser und leckerer als in der Pazifikebene.
Am Abend ist nach getaner Arbeit Zeit für Gespräche im Schauckelstuhl.

Smartphones, Sekten und Sandino

Auffällig ist die sehr hohe Dichte an Smartphones. Jeder Bauer scheint Eines zu besitzen und Whatsapp ist in aller Munde. Das mobile Internet ist sehr gut ausgebaut man geht mit 4Mbit in das Netz, die Preise der Datenpakete sind jedoch enorm überteuert. 3 bis 4 € ich kosten 100 Megabyte an Datenvolumen. Aufladen ist in jeder Pulperia (Gemischtwarenladen) möglich.
Sogar die Ärmsten nutzen Smartphones und geben Ihren letzten Cent lieber für ein Aufladen ihres Handyguthabens, als für ein paar Bohnen aus. Claro und Movistar, die einerseits dem Mexikanischen Milliardär Carlos Slim und andererseits der Spanischen Telefonica (Besitzer von O2) ziehen den Leuten jeden nur möglichen Peso aus der Tasche.

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Ebenso wie Smartphones sind unterschiedliche evangelische Kirchengemeinden verbreitet. Die Menschen sind sehr gläubig, viele wendeten sich jedoch von der katholischen Kirche ab um sich unterschiedliche evangelischen Gemeinden zuzuwenden. Diverse Ostergemeinden, Pentecostals und die Zeugen Jehovas behaupten von sich, dass das Paradies ihren Anhängern offensteht. Ich liess mich auf eine einstündige Diskussion mit zwei Missionarinnen der Zeugen Jehovas ein und ich kann nur sagen, ihre Ansichten bezüglich diverser Themen sind rückständig. Als sie hörten dass ich Blutspenden empfangen habe, war ich ohnehin plötzlich kein interessantes Schaf mehr für Ihre Gemeinde.

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Nur der Glaube an Sandino ist stärker. Augusto Cesar Sandino startete in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts  in El Jicaro, genau in den Minen von San Albino, seinen Kampf gegen die imperialistischen US Marines.
Der diktatorisch regierende Präsident Ortega, der Sandino als Symbol nutzt, ist hier ein Heiliger. Die eigenartige Mischung aus Sozialismus und Marktwirtschaft dominiert das Leben. Überall werden Strassen, Schulen und Krankenhäuser gebaut. Die FSLN (regierende Partei) verwirklicht auf weiten Strecken viel Positives, gleichzeitig werden aber Verfassungsrechte eingeschränkt und die Meinungsfreiheit beschnitten. Trotzdem kann in dem Sozialismus in Nicaragua viel Positives abgewinnen, Marktwirschaft ist uneingeschränkt möglich und im Vergleich zu seinen ausbeuterischen neoliberalen Vorgängengern realisierten die Ortegas viele gute Projekte von denen vor allem die Ärmsten profitieren. Es bleibt abzuwarten in welche Richtung sich der Sandinismus bewegt.

Viele Bilder aus Nicaraguas Norden findet in meinem Dropbox Album:
https://www.dropbox.com/sc/tpueynd2k3nn0gp/AADU8v6YoupB89aoXy47iQDxa

  • Blende: ƒ/5.6
  • Kamera: DMC-FZ45
  • Aufgenommen: 9 März, 2015
  • Blitz: Nein
  • Brennweite: 4.5mm
  • ISO: 125
  • Verschlusszeit: 1/400s

El Jicaro mehrere Tage ohne fliessendes Wasser

El Jicaro ist mehrere Tage ohne fliessendes Wasser. Scheinbar gab es einen Schaden am Hauptbrunnen des Wasserwerkes. Eine Pumpe ist beschädigt und die Reparatur dauert mindestens bis Samstag. Auras Bruder Lenard bringt fässerweise Wasser für die Klospülungen, zum Putzen und Kochen. Zum Trinken gibt Trinkwasser aus der örtlichen Trinkwasseraufbereitung, wo wir heute noch 5 Gallonen Wasser bestellten.

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Duschen ist nicht möglich, die Kinder werden heute noch im Fluss Rio Jicaro gebadet. Die Stimmung ist etwas angespannt, da die Leute ungebadet in die Arbeit müssen, was beim vorherrschenden tropisch montanen Savannenklima nicht gerade lustig ist. Gottseidank haben wir mit 25 Grad maximaler Temperatur ein sehr kühles Wetter
immerhin lernen wir daraus, daß fliessendes Wasser nocht selbstverständlich und ein kostbares Gut ist.

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  • Blende: ƒ/2.4
  • Kamera: C6603
  • Blitz: Ja
  • Brennweite: 4.1mm
  • ISO: 320
  • Verschlusszeit: 1/50s