Offene Wunde und ein neuer Mitpatient

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Die OP Wunde will nicht zuheilen, es kommt immer noch Flüssigkeit raus, hoffentlich heilt sie bald zu da mir schon die Decke auf den Kopf fällt. Nächsten Montag soll es schon in eine Reha gehen, mal sehen ob der Termin gehalten werden kann, bei einer offenen Wunde ist eine Reha sehr unwahrscheinlich. Meine Wunschreha bekam ich genehmigt und zwar gehe ich in das Oberlinhaus in Potsdam, diese Reha ist ambulant, hat ein gutes Gehtraining und die Orthopädiewerkstätte mit meinem Mechaniker ist direkt dran angeschlossen.
Eine Nacht lang hatte ich meine seelige Ruhe, jetzt habe ich schon wieder einen neuen Mitpatienten, einen älteren Mann dem beim Sprungelenk Haut transplantiert wurde. Na ja,muss ich mich halt wieder mal arrangieren. Der Smalltalk mit Mitpatienten über Ihre tollen Krankheiten und Verletzungen interssiert mich immer weniger und ich reduziere Gespräche auf ein Minimum und verlasse due Station wann immer ich kann.
Der neue Zimmergenosse hat eine Keimbesiedelung, na toll. Was denkt man sich dabei, da werden Patienten ohne Keim mit Patienten mit Keim zusammengesteckt. Es sollte aber kein multiresistenter Keim sein, ein schwacher Trost.
Der neue Mitpatient hat schon einen ziemlichen Hass auf die Klinik, da bei seinem Sprunggelenk etwas verpfuscht wurde. Er redet sehr aggressiv mit den Ärzten und droht wegen Kleinigkeiten sofort mit der Ärztekammer und mit dem Verklagen wegen Kunstfehler.