Arbeitswelt, verrückte Welt: Ein Gedicht

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Vor ca. 10 Jahren schrieb ich folgendes Gedicht, über das ich gestern zufällig stolperte:

Druck Druck, dack dack macht der Laserdrucker und ich ergötze mich am angenehmen mediativen Geräusch der arbeitenden Maschine – ach wie schön ist dieser sonore Klang:

DRUCK DRUCK – DACK DACK

Ring, Ring – das Telefon unterbricht meine Gedankengänge und entreißt mich aus meiner Traumwelt, eine aggressiv gestresst wirkende Stimme schreit mir Ihren nicht zu entziffernden Nachnamen mit dem Namen einer eigenartig klingenden Firma entgegen. Artig nehme ich den Namen entgegen und ergötze mich wieder am Geräusch des Druckers.

Draußen vor dem Fenster hämmert ein Schlagbohrer und entreißt ihm dem Asphalt – ob wohl mein Bruder am Schlagbohrer auch nicht weiß wofür er arbeitet?

– oder wurde er schon zu einer Maschine wie der vor sich hindackende Laserdrucker.