31.12.13

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Das alte Jahr neigt sich dem Ende, Zeit ein Resumé zu ziehen. Viel ist passiert im letzten Jahr, viel wurde geschafft, viel liegt vor uns. Bis ca. Ende April 2013 war das Jahr dominiert vom Hausbau, schlussendlich sind wir am 19. April in unser neues Reihenhäuschen eingezogen. Das war ein grosser Schritt für uns, eine neue Lebensqualität mit Garten, Parknähe, netten neuen Nachbarn und viel Raum war die Belohnung. Viele Arbeit erwartete mich, ich wollte die Diss. massiv vorantreiben, doch die Probleme mit meinem Bein wurden zunehmend größer. Nach vielen Konsultationen und vielem Nachdenken merkte ich, das es so nicht weitergehen kann und entschloss mich zu dem einschneidenden Schritt meinen rechten Unterschenkel nach füneinhalb Jahren des Kampfes zu amputieren. Ich hatte panische Angst vor dem Eingriff und vor dem Aufwachen ohne rechtes Bein. Der 14.8, einen Tag vor der OP, war sehr schwierig. Ich haderte aber nicht mehr mit dem Schicksal, ich hatte alles an OPs zur Rettung meines Beines durch, ich wusste, will ich laufen, dann muss es sein. Ohne Aura, die mir als starke Frau zur Seite stand, hätte ich diese Phase nicht durchgestanden. Viele Mentoren, Freunde und gute Geister an meiner Seiten waren das Rüstzeug in der schweren Stunde. Aura war immer eine strahlende Lichtfigur neben mir, ohne Sie hätte ich es nicht geschafft.
Die Fahrt am Morgen der OP in das Virchow Klinikum werde ich nicht vergessen. Entgegen der Logik fühlte ich mich als ob ich auf eine Schlachtbank geführt werde. Ich hatte panische Angst vor dem Aufwachen. Doch dann…
Es war dann eine Erleichterung, ich wusste jetzt werde ich zum Prothesenträger und ich fand mich damit ab. Es war bis zum Schluss auch nicht klar ob ich im Knie oder der Unterschenkel amputiert wird. Es wurde der Unterschenkel und neue Probleme traten auf. Jedoch erwies sich meine Wahl im Oberlinhaus die Reha zu machen und bei Kniesche die erste Prothese bauen zu lassen, als Goldgriff. Nach der Reha bekam ich meine erste Prothese und es klappt. Ich laufe, nach Jahren laufe ich und nicht nur das, ich laufe lange Strecken, mache wieder Sport und kann bis zu 10km im Gelände Auf und Ab laufen. Schon bald werde ich wieder in das Büro gehen. Natürlich kann es wieder mal sein, das ich in die Klinik muss, im Großen und Ganzen habe ich aber durch den Verlust der Gliedmasse Stabilität, Mobilität und viel Schmerzfreiheit bekommen.
Dann ist dann noch der Alltag den wir mit unseren beiden Kleinen immer wieder auf das Neue meistern müssen, unser fast 4 Jähriger Lucas ist ein kaum zu bremsendes Energiebündel man weiss eigentlich nie was in den nächsten 10 Minuten passieren wird und Maia entdeckt die Welt und ist wechselweise süß und dann wieder ein kleiner Teufel. Es ist oft anstrengend, es ist schön und es ist im wahrsten Sinne des Wortes erfüllend. Auch hier kamen gute Geister zu Hilfe, unsere Nachbarn Michael und Ilse kümmern sich immer wieder liebevoll um die Kleinen und übernahmen die Aufgabe Maia jeden Tag in die Spielgruppe zu bringen.
Es war ein hartes, schönes, turbulentes Jahr, Herausforderungen wurden gemeistert, Neue stehen schon wieder vor der Haustüre.
Ich wünsche mir für meine Familie, mich und all die guten Geister rund um mich in jedem Fall Glück und Gesundheit. Gute Vorsätze gibt es keine, denn wie es so schön heisst der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.

DSC_0620

  • Blende: ƒ/5.6
  • Kamera: NIKON D5000
  • Aufgenommen: 30 Dezember, 2013
  • Blitz: Ja
  • Brennweite: 105mm
  • ISO: 800
  • Verschlusszeit: 1/60s